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Informationen zum Konjunkturpaket

Liebe Mandantinnen, liebe Mandanten,
in den letzten zwei Wochen hat die Bundesregierung weitere Hilfsprogramme im Rahmen eines Konjunktur- und Krisenbewältigungspaketes beschlossen, um die Corona Krise zu bewältigen.

Gerade aus steuerlicher Sicht herrscht ein regelrechter Umbruch bestehender Gesetze. Hierzu möchten wir Ihnen die wichtigsten Punkte für Sie als Unternehmer aus dem Konjunkturpaket vorstellen, welches voraussichtlich noch in dieser Woche verabschiedet werden soll:

  • Senkung des Mehrwertsteuersatzes von 19 % auf 16 % und von 7 % auf 5 % für den ermäßigten Steuersatz. Dies gilt jedoch nur befristet vom 01.07.2020 bis zum 31.12.2020.
  • Für die Gastronomie gilt ab dem 01.07.2020 der reduzierte Mehrwertsteuersatz für Speisen. Hierbei handelt es sich um eine befristete Vorschrift bis zum 30.06.2021.
Der Steuervorteil betrifft nur Speisen, welche Sie in Ihrem Restaurant an die Kunden ausgeben. Die Ausgabe von Getränken fällt eindeutig nicht unter diese Regelung, hier erfolgt weiterhin eine Besteuerung mit nunmehr 16% Mehrwertsteuer ab Juli 2020 bis Dezember 2020.
  • Erhöhung des steuerlichen Verlustrücktrags für die Jahre 2020 und 2021 auf maximal 5 Mio. Euro bzw. 10 Mio. Euro (aktuell 1 Mio./ 2 Mio. Euro ), der steuerliche Vorteil entsteht mittels einer sog. Corona Rücklage für 2019.
  • Als steuerlicher Investitionsanreiz 2020 und 2021 soll für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens die degressive Abschreibung eingeführt werden, die dem 2,5-fachen der derzeit geltenden Abschreibung – maximal 25 % pro Jahr – entspricht.
  • Geplante Anhebung des Ermäßigungsfaktors für die Gewerbesteueranrechnung bei den Einkünften aus Gewerbebetrieb auf das Vierfache des Gewerbesteuermessbetrages.
  • Die begünstigte Besteuerung von rein elektrischen Dienstfahrzeugen mit lediglich 0,25 % (statt 1 %) des Listenpreises wird auch für umweltfreundlichere Elektrofahrzeuge bis zu einem Kaufpreis von 60.000 Euro zugelassen (bisher 40.000 Euro).
  • Zahlung eines Bonus für Auszubildende mittels einer einmaligen Prämie in Höhe von 2.000 Euro, wenn im Vergleich zu den drei Vorjahren Ausbildungsplätze nicht verringert wurden.
  • Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende wird für zwei Jahre mehr als verdoppelt von derzeit 1.908 Euro auf 4.000 Euro.
  • Unterstützung mittels einem einmaligen Kinderbonus von 300 Euro pro Kind für jedes kindergeldberechtigte Kind. Dieser Bonus wird mit dem steuerlichen Kinderfreibetrag verrechnet (vergleichbar dem Kindergeld).
  • Darüber hinaus wird ein Programm für Überbrückungshilfen umgesetzt. Die Überbrückungshilfe wird für die Monate Juni bis August gewährt. Die Prüfung antragsberechtigter Unternehmen hängt von der Umsatzgröße und dessen Rückgang ab. Als Überbrückungshilfe werden fixe Betriebskosten in entsprechender prozentualer Höhe erstattet. Der Erstattungsbetrag soll zwischen 9.000 und 15.000 Euro liegen für kleine Unternehmen. Geltend gemachte Umsatzrückgänge und fixe Betriebskosten sind lt. Beschluss der Bundesregierung durch uns als Steuerberater zu prüfen und zu bestätigen.

 

Die größte Auswirkung auf Ihren Unternehmensalltag hat die befristete Änderung der Mehrwertsteuersätze.

Was müssen Sie nun tun? Wie können wir Sie dabei unterstützen?

Zwar ist das Koalitionspaket noch nicht vollständig verabschiedet, aber aufgrund der baldigen Umsetzung in 3 Wochen, müssen Sie bereits jetzt erste Vorkehrungen treffen:

Bis zum 30.06.2020 besteuern Sie Ihre Kundenrechnungen für Lieferungen oder sonstige Leistungen wie gewohnt mit 19 % / 7% Umsatzsteuer. Dies gilt auch für die Gastronomie für zubereitete Speisen im Restaurant.

Ab dem 01.07.2020 bis zum 31.12.2020 müssen Sie Ihre Warenlieferungen oder erbrachte Dienstleistungen mit den reduzierten Steuersätzen von 16% bzw. 5% besteuern. Für die Gastronomie gilt (voraussichtlich) 5 % Mehrwertsteuer für zubereitete Speisen ab dem 01.07.2020 bis 31.12.2020. Ab dem 01.01.2021 bis 30.06.2021 erfolgt die Besteuerung mit 7 % Mehrwertsteuer.

D.h. Ihre Kundenrechnungen sind zwingend anzupassen.

Wichtig: Für die Frage, ob ein Umsatz nach dem 30.06.2020 bzw. vor dem 01.01.2021 ausgeführt worden ist, ist nicht das Datum der Rechnungserstellung entscheidend, sondern der Tag der Ausführung der Leistung im Sinne des Umsatzsteuergesetzes.

  • Lieferungen (auch Werklieferungen) gelten dann als ausgeführt, wenn der Leistungsempfänger die Verfügungsmacht an dem Gegenstand erworben hat.
  • Sonstige Leistungen (auch Werkleistungen) sind im Zeitpunkt ihrer Vollendung ausgeführt. Bei zeitlich begrenzten Dauerleistungen ist die Leistung mit Ende des Leistungsabschnitts ausgeführt, wenn keine Teilleistungen vorliegen.
  • Die Umsatzsteuer für einen innergemeinschaftlichen Erwerb entsteht mit Ausstellung der Rechnung, spätestens mit Ablauf des dem Erwerb folgenden Monats.

Noch komplizierter wird es bei Dauerleistungen oder Bauleistungen mit Abschlagszahlungen, so dass die zeitlich befristete Absenkung der Mehrwertsteuersätze in der Praxis erhebliche Fragestellungen aufwerfen wird.

Je nachdem mit welchen Rechnungsschreibungs- /Fakturaprogramm sowie Kassen- und Warenwirtschaftssystem Sie arbeiten, müssen Sie nun Vorbereitungshandlungen treffen und die entsprechenden Umprogrammierungen zum Stichtag 01.07.2020 veranlassen. Haben Sie ein elektronisches Kassensystem (Registrierkasse, PC Kassensystem) im Einsatz, muss die Änderung der entsprechenden Warengruppen in Bezug auf den Steuersatz erfolgen. Hierzu nehmen Sie bitte schnellstmöglich mit Ihrem Kassenaufsteller/ Systembetreuer Kontakt auf. Sollten wir einen Datenexport aus Ihrem Rechnungsschreibungsprogramm/ Warenwirtschaftssystem oder Ihrer Kasse erhalten sind u.U. neue Konten zu hinterlegen, dies gilt es abzustimmen. Weiterhin müssen Sie bei der Ausgabe von Gutscheinen den Wechsel von sog. Einzweckgutscheinen auf Mehrzweckgutscheine ab dem 01.07.2020 beachten. Hierzu stimmen Sie sich bitte mit Ihrem zuständigen mandatsverantwortlichen Mitarbeiter ab.

Sollten Sie bei der Umsetzung der angesprochenen Themen Unterstützung benötigen, stehen wir Ihnen selbstverständlich wie gewohnt zur Seite. Auch bei der Beantragung der sog. Überbrückungshilfen werden wir gern für Sie tätig.
Das sich verändernde Steuerrecht aufgrund der Corona Krise stellt Sie und auch uns vor neue Herausforderungen. Es gilt nun diese gemeinsam zu bewältigen.
Bleiben Sie gesund.


Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team von Schuber & Partner

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